Manche Menschen wirken ausgesprochen selbstbewusst, überzeugend und durchsetzungsstark. Aber die Zusammenarbeit mit ihnen kann schwierig sein: Kritik wird zurückgewiesen, Verantwortung weggeschoben, abweichende Meinungen werden als Angriff erlebt, andere werden abgewertet. Oft merken wir die entstehende Dynamik zunächst an uns selbst: Wir werden unsicher, beginnen uns zu rechtfertigen, möchten besonders überzeugen oder geraten zunehmend unter Druck.
Hier setzt diese Systemische Werkstatt an. Ziel ist, die Beziehung zu solchen überzogen selbstbezogenen Menschen systemisch zu verstehen und professionell Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Das bedeutet im Einzelnen:
- schwierige Verhaltensmuster frühzeitig zu erkennen, ohne Menschen vorschnell zu etikettieren,
- zwischen gesundem Selbstbewusstsein, narzisstischen Persönlichkeitszügen und einer klinischen Störung zu unterscheiden,
- typische Dynamiken von Idealisierung, Entwertung und Schuldzuweisung zu verstehen,
- die eigenen emotionalen Reaktionen als wichtige Informationsquelle zu nutzen und zu reflektieren,
- Regelkreise zu erkennen und zu unterbrechen,
- mit Abwertung, Angriffen und Manipulation umzugehen, ohne zu eskalieren oder nachzugeben,
- sich selbst zu schützen und Grenzen sowie Schutzstrukturen zu schaffen,
- als Führungskraft oder in Coaching und Beratung realistische Arbeitsaufträge und Kontrakte zu entwickeln,
- zu erkennen, wann Zusammenarbeit noch sinnvoll ist und wann Schutz, Eskalation oder Trennung erforderlich werden.
Methodik
Ausgangspunkt auch dieser Werkstatt sind konkrete Situationen aus dem Führungs-, Coaching- und Beratungsalltag der Teilnehmenden. Ziel ist es, dafür konkrete Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Daraus ergibt sich folgende Gliederung:
- Kurze theoretische Impulse
- Analyse von Videosequenzen zum Erkennen typischer Muster
- Reflexion der eigenen Reaktion in solchen Mustern auf emotionaler und Verhaltensebene
- Entwicklung von Handlungsoptionen
- Erarbeitung von konkreten Handlungsplänen




