Soziale Konflikte als Systemeigenschaft

Systemische Werkstatt

Überblick

Soziale Konflikte zwischen verschiedenen Personen oder Parteien werden häufig kausal interpretiert: Es gibt eine Ursache für den Konflikt, nämlich die andere Person. Die systemische Betrachtung zeigt aber: Dieses Bild ist zu einfach. Ein Konflikt ist ein Systemzustand, der sich in einem Regelkreis manifestiert, zu dem verschiedene Faktoren, die einzelnen Personen, ihre Gedanken und Empfindungen, aber auch soziale Regeln und organisationale Strukturen beigetragen haben. Damit eröffnet sich ein systemisches Verständnis von Konflikten: Jede Person, aber auch organisationale Faktoren tragen zu diesem Konflikt bei – aber auch jede Person hat die Möglichkeit, die Situation anders zu deuten, etwas anderes zu tun und damit die Situation für sich zu verändern. Grundlage dafür ist die Personale Systemtheorie, in die andere Konzepte (Rosenberg, Mediation, narrative Ansätze, ADR u.a.) einbezogen werden. Zielstellung dieser systemischen Werkstatt ist es, Berater:innen, Coaches, Führungskräfte, etc. zu unterstützen, dieses systemische Verständnis zu festigen und als Grundlage für Einzelberatung, aber auch in der systemischen Konfliktmediation zu nutzen .

Schwerpunkte

  • Kausales und systemisches Verständnis von Konflikten
  • Soziale Konflikte als Thema in der Einzelberatung: Analyse und Interventionsmöglichkeiten auf den verschiedenen Ebenen
  • Konfliktmoderation als Triadenberatung: Hier liegt eine besondere Herausforderung für Beratung und Coaching: das systemische Verständnis von Konflikten in der Beratungssituation zu leben und damit den Klient:innen Wege zur Konfliktbearbeitung modellhaft aufzuzeigen.

Methodik

Die Werkstatt gliedert sich in kurze Einführungen zu den einzelnen Themenblöcken, kurze Übungssituationen zu einzelnen Interventionen und vor allem die Durchführung von Beratungsgesprächen aus dem Alltag der Teilnehmenden in Einzel- und Triadenberatung. Dabei nimmt insbesondere das Einüben der systemischen Konfliktmediation großen Raum ein, mit der Zielstellung, hier Sicherheit bei der Steuerung eines komplexen Klientensystems (2 oder mehrere Konfliktpartner) zu gewinnen.

Leitung

Prof. Dr. Eckard König

ist Leiter des WIBK und emeritierter Lehrstuhlinhaber für Organisationsberatung an der Uni Paderborn und hat in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Veränderungprozesse begleitet und unterstützt.

Mareike König

unterstützt Einzelpersonen, Teams und Organisationen dabei, ihre Ressourcen zu stärken, und ist seit vielen Jahren Trainerin in der Master-Ausbildung für Systemisches Business-Coaching.

Ort & Zeit

  • Start der Weiterbildung: Donnerstag, 10:00 Uhr
  • Ende der Weiterbildung: Samstag, 17:00 Uhr

Tagungsort ist das Posthotel Willingen-Usseln. Die Zimmer werden von uns für Sie reserviert. 

Preis

€ 980,00 / Modul (zzgl. MwSt.)

Bitte beachten Sie: Es fallen zusätzliche Kosten für Übernachtung und Bewirtung im Hotel an. Der Vertragspartner ist das jeweilige Hotel, d.h. die hier angegebenen Preise für das Hotel sind nicht verbindlich.

Hotelpreis im Posthotel Usseln: 395,00€ (inkl. MwSt.) für die Dauer des Moduls von Donnerstagmorgen bis Samstagnachmittag (2x Seminarpauschale mit Übernachtung 330,00€ und die Tagesseminarpauschale am Samstag 65,00€)

Es gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und die Rücktrittsbedingungen.

Anmeldung

Soziale Konflikte als Systemeigenschaft

  • 21.01-23.01.2027

Ort: Posthotel Usseln